Fitness- oder Self-Tracker – Was ist das und braucht man das?

Fitness- oder Self-Tracker. Der neue Trend, welche Vorteile dieser mit sich bringt und ob man diesen Scheiß überhaupt braucht. Ein persönlicher Kommentar von Annastasia zu diesem neuen Wunderwerk der Technik.


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Fitness- und Self-Tracker ein Geschenk der Technik?

Sobald man den Fernseher einschaltet wird man überflutet mit Werbung zu Self-Trackern. Gerade ist auch das grandios und so lang erwartete Jawbone UP3 auf dem Markt erschienen und schon kann man sich nicht der medialen Präsenz dieses angeblichen Wunderwerkes und stetigen Begleiters entziehen. Diese Armbänder sind der Ersatz für das einst allseits geliebte Haustier und begleiten nun durch den gesamten Tag, zumindest suggeriert mir das die Werbung. Doch dieses Gefühl der stetigen Überwachung durch „Big Brother“ am Handgelenk finde ich persönlich eher beängstigend als förderlich. Also wollte ich mich mal etwas genauer mit dem Trend befassen und wollte mir ansehen, was die Vorteile dieser Self-Track Geräte sind und ob man sie auch wirklich braucht. Da ich selbst keinen Self-Trecker  keine Lust habe für einen Self-Tracker um die 140,- € auszugeben, für einen Gegenstand bei dem ich nicht mal weiß wie viel Sinn dieser ergibt, stützt sich meine Recherche primär auf schriftliche Quellen und die Befragung von Freunden und Bekannten.

Die Vorteile

Zunächst einmal bin ich fasziniert davon, dass die Hersteller es schaffen so viel Technik in so kleine Geräte zu packen. Um Genaueres zu erfahren, lasse ich mir von Benutzern die Vorteile dieser Geräte schildern.

Beginnen wir mit dem ersten Kriterium, das so viele nennen: die Motivation. Stetig wird man an die eigenen Ziele erinnert. Die meisten behaupten, dass sie dies förderlich finden, doch ich zweifel etwas daran. Wie schön fand man es von den Eltern oder Freunden daran erinnert zu werden, welche Ziele man noch nicht erreicht hatte? Natürlich kann dies etwas anderes sein, weil es kein echter Mensch ist. Auch bei Plattformen wie z.B. Brabelfisch, bei der man neue Sprachen erlernen kann, wird man an die Versäumnisse erinnert. Das führte bei mir jedoch nur dazu , dass Erinnerungen deaktiviert wurden, da es teilweise einfach nicht in meinen Zeitplan gepasst hat und ich dieses Mahnmal des Versagens nicht ständig vor Augen geführt bekommen wollte. Und nur um kleine Erfolge aufzuzeigen, nur damit man etwas gemacht hat benötige ich keine Gummiband am Handgelenk. Ich persönlich tausche mich lieber mit Freunden und Bekannten aus oder erfreue mich an den triumphalen Tagen an denen ich wirklich viel geleistet habe oder der einfachen Tatsache, dass ich jeden Tag etwas für meinen Körper, meine Gesundheit und Fitness getan habe. Um zu Wissen, dass Sport oder Aktivität gesundheitsförderlich und krankheitsvorbeugend sind, brauche ich auch keinen Self-Tracker. Aber alleine Sport treiben reicht nun mal auch nicht aus. Auch ein gesunder Lebensstil, das schließt nun mal auch die Ernährung, das Trinkverhalten und den Lifesytle mit ein, darf nicht vergessen werden. Nur schade, wenn man vor lauter Gesundheits- und Körperwahn vergisst zu Leben und  keinen Spaß mehr haben kann weil es sonst die Daten verschlechtert. Was hat man den noch von einem langen Leben, wenn man dieses nicht mal mehr mit kleinen „Sünden“ genießen kann. Aber diese Entscheidung muss jedem selbst überlassen werden, aber für mich persönlich käme das nicht in Frage mir mein Leben von einem Gerät vorschreiben zu lassen.

Leider waren die anderen genannten Vorteile für mich auch eher negativ. Ständige Überwachung des Körpers? Dies als etwas Positives zu Verkaufen halte ich für sehr gewagt aber kann das Genie dahinter anerkennen. Das tatsächlich Leute darauf anspringen und dies ebenfalls als positiv empfinden ist Genial. Der Widerspruch sich darüber zu Beschweren, dass man zum gläsernen Menschen wird und dann auch noch bereitwillig seine Daten aus der Hand gibt und sich durch ein Gummiband kontrollieren lässt ist einfach beeindruckend.

Vergleich zu anderen Gerätschaften

Für etwas faulere Menschen wie mich ist es nervig, sich ständig seine Daten anzusehen und die Statistiken und Auswertungen zu betrachten. Das fand ich bei der App „Runtastic“ schon sehr sehr nervig und auch der Schrittzähler auf dem Handy hat mich nach einer kurzen Spielphase nur noch genervt, sodass dieses Spielzeug wieder gelöscht werden musste. Ich glaube, dass solche Spielgeräte wie die Self-Tracker somit einer anderen Motivation unterliegen müssen als meiner. Ich würde sehr schnell das Interesse daran verlieren, gerade weil ich die ganzen Funktionen eher als nutzlos empfinde. Nur um zu Wissen wie die Herzfrequenz ist, wie die Schlafphasen sind und die Schritte die man am Tag zurück gelegt hat muss man nicht so viel Geld ausgeben. Dafür gibt es Uhren die eine bessere Ausstattung liefern, mit GPS Funktionen und der Möglichkeit auch Wetterdaten einzusehen, als auch Wasserkompatibel sind und die Höhenmesser genau ablesen. Dafür zahlt man natürlich mehr aber im Grunde würde ich mir überlegen ob mir so ein teures Spielzeug wirklich so viel bringt und ob es nicht besser ist etwas mehr zu investieren um ein breiteres Sortiment zu haben. Auch die Überwachung per App macht mich stutzig. Ich halte es gerade in unsren Zeiten eher für gefährlich solche Daten aus der Hand zu geben. GPS-Geräte und Uhren kann man mit seinem Computer direkt verbinden und es gibt keinen Umweg über eine App oder das Internet. Auch die Verbreitung auf sozialen Plattformen finde ich eher lächerlich als nützlich. Wie peinlich sind die ständigen Posts von Möchtegernsportlern und Leuten die mal etwas machen und dafür Beifall erhaschen wollen. Wozu? Hat man wirklich solche Komplexe um der ganzen Welt zu zeigen, dass man kein Bewegungsmuffel ist und vielleicht auch irgendwas Interessantes in seinem Leben macht außer dem Sofa und der Arbeit?

Fazit zu den Self-Trackern

Damit sich der Scheiß auch wirklich lohnt gibt das Jawbone Armband auch in sechs stylischen Faschionfarben. Absolute schwachsinniger Dreck würde ich niemanden empfehlen. Da würde ich lieber eins der Fitnessprogramme wie „I make you sexy“, „Gymondo“ oder „Mach dich Krass“ probieren und mich darüber amüsieren, anstatt meine Daten zu verschenken.

Annastasia Loos

"Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken." (A. Einstein) Ein wundervolles Zitat, wie ich finde und nach diesem Motto möchte ich mein Leben führen. Genießen, Erleben und Entdecken! Ich will wissen und hören wie Schmetterlinge lachen und wonach Wolken schmecken und irgendwann möchte ich zurückblicken auf ein erfülltest, ereignissreiches und abenteuerliches Leben.

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