Reisetagebuch – Indien – Von Delhi nach Srinagar

Auf unserer Reise durch Indien geht es aus der Hauptstadt Dehli – in den malerisch schönen Bundesstaat Kaschmir. Ganz im Norden Indiens, an den Ausläufern des Himalaya gelegen. Srinagar, die Sommerhauptstadt Kaschmirs, empfängt uns mit spektakulären Sonnenuntergängen über den weiten der Safranfelder. In Indien angekommen.


Ein weiterer morgen im Herzen Delhis

Tag 3

Aufstehen um 7:30 – super doof wenn man im Urlaub ist. Dennoch begann der morgen recht gut nach einem kleinen indischen Frühstück, bestehend aus einigen Teigfladen mit Joghurt und einer sauer-scharfen Gemüsecurrysoße und Chai-Tee. Danach ging es wieder zur Touristeninformation, wo wir unsere Reiseunterlagen in Empfang nehmen wollten. Leider hatten wir nun doch einen Nachmittagsflug, weshalb es nochmals eine kleine Stadtrundfahrt durch Delhi gab. Wir fuhren also nach Alt-Delhi und besichtigen dort das Rote Fort und die Jama Moschee per Fahrradrikscha. Unsere Fahrer hatte dabei nicht unwesentlich mit uns zwei Schwergewichten zu kämpfen, dafür durften wir uns dann aber auf seine Empfehlung hin einen weiteren Basar anschauen wo uns erneut auf sehr energische Weise alles Mögliche an Handgemachten Produkten aufgedrängt wurde.

Leider war für uns nichts passendes dabei, weshalb wir schweren Herzens das Geschäft ohne Einkauf verlassen mussten. Anschließend schnappten wir unsere Reiseunterlagen in der Touristeninformation und machten uns auf zum Flughafen. Nach einer kleinen Stärkung bei KFC starteten wir Richtung Srinagar. Dort angekommen wurde unsere Einreise erneute durch die indische Bürokratie behindert. Nachdem wir unser „Ausländerformular“ ausgefüllt hatten, wurden wir in eine bunt bemalten Oldtimer zu unserer Gastfamilie (Holy Night) gefahren.

Srinagar die Hauptstadt Kaschmirs – Willkommen in Nordindien

Hier begann ein neuer Abschnitt in unserer Reise. Angekommen in Kaschmir fanden wir endlich die Mentalität nach der wir gesucht hatten. Unsere Taschen wurden auf unsere Zimmer gebracht, während wir doch erst einen Tee mit Ramadan Brot genießen sollten. Wie wir hier erfuhren, kamen wir ausgerechnet am Ende des Ramadans nach Srinagar, so dass uns in den nächsten zwei Tagen ein Festival ähnlich unserem Weihnachten blühen sollte. Der Hausherr und seine Familie konnten noch bis 19.30 Uhr diesen Tages nichts trinken und essen. Der Ramadan zieht sich über einen Monat und verschiebt sich jedes Jahr um 10 Tage nach vorne. Während des Ramadan darf man zwischen 7 und 19.30 Uhr nichts zu sich nehmen. Die Kashmiri beschrieben dies als ein reinigendes Ritual. Bei gefühlten 35 Grad während unserer Ankunft verlangt mir diese Willensstärke doch einige Bewunderung ab. Eine herrliche Unterkunft, die Gastfreundschaft ist nicht zu beschreiben und endlich in eine normale indische Familie integriert zu sein; unbezahlbar. Zwei Esten verweilten mit uns auf der Terrasse, bis der Hotelbesitzer uns von seinem Diwan die Landschaft zeigen lies. Los ging es in Richtung Safranfelder, wir fuhren eine recht lange Zeit, denn in Kaschmir zieht sich einfach alles ein bisschen.

Auffallend, an jeder größeren Kreuzung oder an den Bundesstraßen, die enorme Militärpräsenz. Überall in Kaschmir gibt es Stützpunkte und Straßenkontrollen. Das Verhältniss Indiens zu Pakistan ist immer noch extrem angespannt. Und auch die Kaschmiri haben ihre Probleme mit Indien. Sie sind vorwiegend Moslems und gehören so von der Religion eher zu Pakistan. Doch die Kaschmiri sind stolze Leute. Unser Gastvater erzählte uns das er sich als Kaschmiri sieht und keine Abhängigkeit befürwortet. Die Leute respektieren die Militärpolizei, da sie Ihnen Sicherheit bringt, aber diese Region braucht Ruhe, um sich an die neue Zeit anzupassen. Langjährige Auseinandersetzungen mit Pakistan haben die Region auch wirtschaftlich geschwächt. Kaschmir und besonders Srinagar waren Touristenmagneten. Srinagar, bekannt für malerische Hausboote mit Ausblick auf den Indischen Himalaya. Genaure Infos zu Touren nach Srinagar und in den Himalaya gibt es in einem weiteren Bericht.

Man fühlt sich in eine Ursprüngliches Indien zurückversetzt, die Kasten sind klar erkenntlich und auch eine gewisse Kultur des Dienens ist zu erkennen. Wohlstand kann man am besten durch Kleider und gute Teppiche demonstrieren. Die Zimmerqualität ist hauptsächlich abhängig von der Qualität des Teppichs welcher in dem Zimmer verlegt wurde. In den normalen Zimmern des Hauses stehen kaum normale Möbel, das ganze Leben spielt sich auf dem Teppich ab. Eine gewöhnungsbedürftige Erfahrung, aber sehr zu empfehlen. Das Essen, Tee trinken und relaxen im Liegen gefällt uns sehr gut. Nach einer längeren Erkundung der Umgebung begaben wir uns in die traute Wohnlichkeit des Hauses, gönnten uns ein gutes Abendbrot und begaben uns in eines der nur mit Teppich ausgestatteten Zimmer und erzählten, debattierten und relaxten den Rest des Abends.

Srinagar Sunset


Im nächsten Bericht geht es weiter durch den Norden Indiens. Von Srinagar geht es in den indischen Himalaya. Begleitet uns weiter auf unserer Reise durch Indien.

Bevor es nach Indien geht muss viel geplant werden wie die Jahreszeit oder richtige Reisezeit, das Visum

oder die richtige Planung mit der Impfung, den Krankheiten und anderen Vorsichtsmaßnahme.

Und falls ihr noch mehr zu Dehli lesen wollt dann findet ihr das hier.

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