Reisetagebuch: Indien – Delhi

Auf geht es nach Indien. Wir starten in München über Doha ging es nach Delhi. Wir haben 4 Wochen zeit und versuchen so viel wie möglich zu sehen. Ohne dabei viel Geld auszugeben. Mal schauen ob das klappt.


Tag 1

Der Flug: München – Doha „Auf geht’s nach Indien“

In München angekommen haben wir unsere Taschen eingecheckt und haben uns ein typisch Bayrisches Frühstück gegönnt. Weißwürste, Brezen und Weißbier – so kann man eine Reise beginnen. Im Flugzeug hatten wir einen Fensterplatz mit einer ziemlich unausstehlichen Asiatischen Sitznachbarin. Hinter mir saß ebenfalls ein sehr netter Mensch, welcher versuchte 4h gegen meinen Sitz zu kämpfen. Der Sieger wie nicht anders zu erwarten mein Rücken sowie der Sitz.

Flug 1: München – Doha

Angekommen – ausgestiegen und von der Luftfeuchtigkeit fast erschlagen, sind wir mit einem Shuttlebus in den Transferbereich des Flughafens gebracht wurden. Dort konnte man die 3h Aufenthalt mit shoppen und rumsitzen verbringen. Ich freue mich schon auf die 10h Aufenthalt auf dem Rückweg.

Flug 2: Doha – Delhi

Unser Pech aus dem ersten Flug hat das Karma wohl positiv beeinflusst. Sitz in der Businessklasse – MEGA stark. Sitze die man zum Schlafen umklappen kann, sowie das erste Mal gutes Indisches Essen . Dieser Flug hätte ruhig etwas länger dauern können, keine Probleme mit der Beinfreiheit sonder höchstens Schwierigkeiten an den Sitz des Vordermanns zu kommen.

Tag 2

Ankunft in Delhi – Indien bei Nacht

Ankunft um 3.40 Uhr, Passkontrolle und Einreise ohne Probleme. Aus dem Flughafen heraus um zu schauen ob wir mit der Metro in die Stadt fahren können, soll die günstigste und sicherste Variante sein. Logischer weise fährt um diese Uhrzeit gar nichts mehr, sodass wir uns kurzentschlossen entscheiden den erst besten und penetrantesten Taxifahrer anzuheuern. Dieser ist wie nicht anders zu erwarten, kein Taxifahrer sondern ein Schlepper. Statt gemütlich in die Stadt zu fahren begann der erste kleine Höllentrip.

Tempel in Delhi

Aber erst mal zur Fahrt. Delhi in der Nacht, das absolute Chaos – da LKWs und Transporter nur in der Nacht in die Stadt fahren dürfen, waren die Straßen brechend voll. Alles voller Transporter welche Kreuz und Quer, zumindest nach unserer Sicht, sich Richtung Delhi kämpften. Leichte Todesangst war vorhanden aber auch eine absolute Begeisterung über diese vollkommen andere Kultur.

!!!Die Tourifalle!!! Der Taxifahrer/ Schlepper erzählte uns Ammenmärchen über eine vollkommen Überbuchung der Stadt sowie daraus resultierende horrenden Hotelpreise. Da wir nun einmal in seinem Auto festsaßen waren wir gezwungen, uns von Ihm zu einem Hotel seiner Wahl zu fahren. Seine Preisvorstellung betrug an die 170 EUR pro Nacht, während wir an die 5 EUR eingeplant hatten. Eine Spanne die wir nicht komplett ausgleichen konnten. Wir einigten uns nach langem diskutieren, verhandeln und beleidigt sein auf einen Preis von 6000 Rupien für zwei Nächte. Knapp 20 Eur pro Nacht pro Person. Viel zu teuer für ein schäbiges Zimmer am ersten Abend. Zu dem wollte der Schlepper statt abgemachten 985 Rupien plötzlich 2800 Rupien. Da der Preis ja nur für einen so hoch war 😉 naja wir handelten auf 1000 Rupien ( 13 EUR ) immer noch eine Niederlage aber nicht die komplett Aufgabe.

Man sollte sich vorher genau über das Klima und die geeignetesten Reisezeiten informieren, das Visum oder die richtige Planung mit der Impfung, den Krankheiten und anderen Vorsichtsmaßnahme.

Delhi und anstehende Reiseplanungen

Um 2 Uhr am Nachmittag begann für uns der echte zweite Tag, wir verstauten unsere Wertsachen und machten uns auf den Weg. An der Rezeption wartete schon unser Schlepper der uns diesmal kostenlos zur nächsten Touristen Information gebracht hat. Dort angekommen haben wir uns für eine Reiseroute durch Indien entschieden. 800 EUR für eine drei Wochentour an den Rand von Pakistan ( 1 Woche) über Amritsar, Agra und Varanasi nach Kalkutta. Danach bekamen wir noch eine kleine Stadtrundfahrt mit den obligatorischen Touristenfängern. Los ging es- hinein in die überfüllten und völlig chaotischen Straßen von Delhi.

 

Eine dreispurige Straße reicht hier locker für 4 Autos 2-3 Rikscha und ein paar Indien LKW Fahrradfahrer nebeneinander. Eine vielstimmige Melodie der Straße erhebt sich konstant über diesem Gewimmel. Hupen, Klingeln und Schreien dienen der Verständigung. Man hat das Gefühl, dass sich hier eine eigene Sprache entwickelt hat. Warnungen, Hinweise und Beschwerden können hier non-Kommunikativ übermittelt werden. Die Fahrweise ist rasant bis lebensmüde aber die Fahrer haben Ihre Geschosse besser unter Kontrolle als man Anfang denken könnte.  Obwohl die Autos hier klare Gebrauchsspuren aufweisen, müssten es meiner Meinung nach mehr sein. Doch auch wenn man es auf den ersten Blick nicht sieht, ist Rücksicht hier die oberste Prämisse. Um die Straße zu überqueren haben die meisten einfach nur die Hand und laufen los. Die Autofahrer Hupen und weichen aus, sie sind dabei jedoch nicht sauer, bemerkenswert und unvorstellbar in Deutschland. Nach ca. einer Stunde Fahrt, mit kurzem Stopp am Lotus Tempel welcher kein religiöser Tempel ist, sondern einfach nur ein Gebäude in Form einer riesigen Lotusblüte, hielt unser Fahrer vor einem Fabrik ähnlichem Gebäude.

Verkaufsgespräche in Indien

Wir wussten noch gar nicht wo wir waren, da begann auch schon die große Verkaufstour. Der Verkäufer, Hans aus Indien, erklärte uns lang und breit wie viele Leute hier Arbeiten. Wen er alles schon beraten hat, unter anderem Axel Springer (Super Typ) und noch einige uns unbekannte aber wohl ziemlich „Berühmte Leute“. Der Laden oder die Fabrik hatte unzählige Etagen mit allem was das Indische Herz begehrt. Angefangen bei traditionellen Trachten über Teppiche, Schmuck und geschnitzten Holz-Kunstwerken zu Gewürzen und Tee. Nach einer gefühlten Stunde verließen wir mit einer neuen Indischen Hose den Laden. Weiter ging es durch den Trubel vorbei an unzähligen Tempeln und Moscheen.

Straßen von DelhiIndia Gate

Rinder auf den Straßen sind auch im Herzen von Delhi keine Besonderheit. Unser Abendessen nahmen wir in einem Restaurant irgendwo in Delhi zu uns. Knoblauch-Nan-Brot und Reis als Beilage, sowie Chicken- Curry und Chicken- Tikka- Masalla als Hauptspeiße. Super lecker. Dazu natürlich in klassisch deutscher Manier ein King Fisher Bier welches im Nachhinein fast teurer als das ganze Essen war. Anschließend ging es wieder zum Hotel mit einem kleinen Zwischenstopp am India-Gate wo abends ein sehr geschäftiges Trieben herrscht. Mit vielen kleinen Straßenverkäufern die von Essen und Trinken über Eiscreme bis hin zu kleinen Elektroautos und buntleuchtendem Spielzeug alles anboten. Zum Abschluss fuhren wir noch an einem Affentempel vorbei der aus einer etwa 40m hohen sehr imposanten Affenstatue bestand.

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1 Response

  1. 9. Februar 2016

    […] Und falls ihr etwas zu Dehli lesen wollt dann findet ihr das hier. […]

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