Kambodscha – Von Siem Reap nach Angkor Wat

Siem Reap, die Tempelstätte Angkor Wat und Battambang. Unterschiedliche Bereiche und unterschiedliche Eindrücke. Erlebt das Land der Vielseitigkeit.


 

Die Abendstunden durch einen homestay genießen

Die Abendstunden durch einen homestay genießen

Siem Reap

Siem Reap ist eine Stadt, die mir echt gut gefällt. Und die wohl eh jeder auf seiner Kamboscha Reise passieren wird, denn Angkor Wat liegt nur wenige Kilometer von hier entfernt.
Überlegt euch im Vorfeld, wie viel Zeit ihr hier einplanen möchtet. Ein Tag, drei Tage (die nicht hintereinander liegen müssen) oder eine Woche sind die verschiedenen Optionen. Der Preis beträgt 20, 40 oder 60 Dollar. Dafür erhaltet ihr aber auch ein echt chices Ticket, auf das sogar ein Bild von euch gedruckt wird.
Ihr habt verschiedene Möglichkeiten, um Angkor Wat zu erkunden. Bus, TukTuk, Fahrrad, Elefant. Wir wählen den Bus, weil wir so auch einen Guide bekommen. Bei den Tempeln in ganz Asien erfährt man vor Ort leider keine Hintergründe, es sind keine informativen Tafeln oder so aufgestellt.
Unterschätzt nicht die Größe des Gesamtkomplexes (400qm). Das Fahrrad empfehle ich nur sportlichen Menschen! Ihr fahrt ca. ne 3/4 Stunde zum Gelände. Das Gelände selbst ist riesig und bei den Tempeln selbst lauft ihr auch und euch erwarten steile Treppen. Zu dem wirken Menschenmassen eh immer schlauchend. Aber wenn ihr fit seid, wählt das Fahrrad. Denn so kann man sich die Route selbst zusammenstellen und zwischendurch kleine Stationen passieren. Es gibt Stände mit Infos der am Bau beteiligten Länder und bei dem vor Bayon könnt ihr wohl testen, wie sie das Tragen der Steine hinbekommen haben. Da ich aber den Bus gewählt habe, kriege ich davon leider nichts mit, die Infos sind aus zweiter Hand.
Das Gelände und die Tempel sind beeindruckend und schön.  Wir sehen 6 verschiedene an einem Tag. Das es voll ist, muss einem klar sein, es gibt massig Verkäufer und die Speisen sind überteuert. Aber so ist das bei beliebten Anziehungspunkten ja immer.
Ich weiß auch nicht viel dazu zu schreiben, da man es sich einfach selbst anschauen muss.
Aber der kambodschanische Tour Guide weißt uns nochmals darauf hin, den Bettlern kein Geld zu geben. Vor allem nicht den Kindern. Und auch nicht den Müttern, die nach Milchpulver fürs Baby fragen. Ihr kauft es überteuert und sie bringen es später zurück in den Laden um Geld zu machen.

Alleine reisen – Es lohnt sich

Ab Siem Reap bin ich wieder alleine unterwegs. Und freue mich darauf. So ist das Reisen am unkompliziertesten, denn man kann es gänzlich auf sich selbst abstimmen. Budget, Aufenthaltsort und -dauer, wo man essen möchte und wann man einfach mal gammeln will… alles liegt in der eigenen Hand!
Und ich kann euch sagen, wenn man allein unterwegs ist, lernt man deutlich mehr Menschen  kennen, als wenn man in ’ner Gruppe unterwegs ist.
Traut euch, es ist echt kein Thema.

Battambang die zweitgrößte Stadt Kambodschas

Von Siem Reap aus fahre ich nach Battambang. Ich möchte mal wieder in einen etwas weniger touristischen Ort. Es handelt sich zwar um die zweitgrößte Stadt Kambodschas, zieht aber trotzdem weniger Reisende an. Das macht sich schon auf der Busfahrt bemerkbar. Er ist voller Einheimischer und völlig überfüllt. Mir gehört wenigstens noch der halbe Sitz.  Angekommen könnt ihr die Kolonial Architekur betrachten, in den Circus gehen, oder euch Rad oder Roller leihen und die Gegend, die von Höhlen und Wasserfällen gesäumt ist, erkunden. Abends kann man schön am Flußufer essen gehen und die einheimische Küche testen (Amok und Lok Lak sind die klassische Gerichte).
Ich entschließe mich einen Kochkurs bei Smoking Pot zu absolvieren. Wir bereiten zwei Mahlzeiten zu, jeder Teilnehmer seine eigene. Die Zutaten werden zuvor gemeinschaftlich auf einem großen Markt besorgt und dann legt man los. Das Essen dürft ihr dann selbstverständlich verspeisen und ihr erhaltet noch eine Mappe mit Rezepten. Mal schauen, wie sich das ganze in Deutschland umsetzen lässt.
Geschlafen habe ich im Ganesha Guesthouse. Tolle breite Betten und gutes Essen. Allerdings nur kaltes Wasser in den Duschen. Trotzdem empfehlenswert!

Die Floating Villages auf dem Tonle Sap

Auf dem Tonle Sap (großer Binnensee in der Mitte des Landes) sind die sogenannten Floating Villages entstanden. Hier spielt sich das ganze Leben auf dem Wasser ab. Die Leute schlafen nicht nur dort, sondern haben auch ihr eigene Schule, Kirche und Geschäfte auf dem Wasser.
Die meisten schauen sie sich von Siem Reap an. Doch ich kenn eine bessere Möglichkeit:
Bucht einen Bus, der von Battambang nach Phnom Penh fährt und sagt, das ihr in Krakor aussteigen wollt. Hier bloß nicht auf den Lonely Planet hören, außer ihr wollt Geld rausschmeißen. In Krakor warten direkt Motorroller, die euch zum Flussufer bringen, die Fahrt dauert nur 5 Minuten. Dort angekommen könnt ihr entweder eine Rundfahrt buchen, oder ihr entschließt euch, über Nacht zu bleiben. So wie ich. Für 6 Dollar die Nacht könnt ihr einen homestay buchen und das einmalige Treiben auf dem Wasser beobachten.

Jil Sayffaerth

Jil Sayffaerth, Jahrgang '91, lebt und studiert im wunderschönen Bamberg. Dort schreibt sie unter anderem für die Studierendenzeitschrift Ottfried und ist für den Online Bereich verantwortlich. Dabei, sowie beim Reisen, begeistert sie sich vor allem für interessante Begegnungen mit Menschen. Ansonsten hat sie Spaß an gutem Essen, Serien und kreativen Tätigkeiten, die eher Chaos statt Kunst hervorbringen. Rom und Kambodscha sind bislang ihre liebsten Reiseziele.

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