Weiterreise – von Thailand nach Laos

Nun geht es nach der Dschungeltour weiter von Thailand nach Laos. Unsere Reiseautorin Jil begibt sich weiter in das Abenteuer Südostasien.



Nach der Dschungeltour habe ich eine Nacht zum Auskurieren im Hostel, beginnt die Weiterreise nach Laos. Von Chiang Mai aus buchen wir einen Bus nach Chiang Khong, das liegt oben im Norden direkt vor der Grenze. Hier erwartet mich das erste Mal strömender Regen – den solls um diese Jahreszeit noch nie hier gegeben haben. Nach einer Nacht geht’s dann über die Grenze Huay Xai. Generell kein Problem, es wurde nur 3 Tage zuvor die neue Grenzbrücke eingeweiht, so dass man etwas länger fahren muss und sich die Arbeiter erst noch in der neuen Bleibe einspielen müssen. Von Laos aus beginnt dann die Reise mit dem Slow Boat, ein Abenteuer für sich. An zwei Tagen fährt man je circa 6 Stunden über den Mekong. Das Schiff ist zugig, die Sitzreihen eng, die Fahrt zieht sich und der permanente Lärm des Motors ist enorm. Dafür ist die Aussicht grandios. Ein wunderschönes Bergpanorama, die ganze Fahrt über. Zudem kann man Angler und andere Boote beobachten.

Die Nacht verbringen alle zwangsläufig in Pak Beng, einem kleinen Ort, der vom Tourismus lebt. Kleine Kinder reißen uns direkt die Wasserflaschen aus den Händen und leeren sie durstig. Das kleine Stadtviertel wirkt aber nicht ärmlich, der französische Einfluss, der sich in ganz Laos bemerkbar macht, zeichnet sich bereits hier ab. Das Wetter ist uns erneut nicht wohlgesonnen, so dass der zweite Tag an Bord echt stürmisch ist. Die Passagiere werden nass geregnet, es ist ungemütlich und kalt. Zwischendurch schwankt das Schiff. Wir zittern. Doch die Plastikplane an den offenen Seiten darf wohl nur im äußersten Notfall heruntergelassen werden. Dieser scheint irgendwann einzutreten und die Leute werden angewiesen sich auf ihre Plätze zu setzen. Die Stimmung ist nervös, aber wir kommen heil im dunklen Luang Prabang an. Wir müssen mit Gepäck einen Schlammberg erklimmen, teilweise rutschen die Leute wegen und sind dann komplett eingesaut. Ich stelle fest, das mein großer Rucksack die ganze Fahrt über den Regengüssen ausgesetzt war. An dieser Stelle muss ich Deuter loben – der Regenschutz hat tatsächlich nichts durchgelassen, ich bin unfassbar erleichtert. Die Anlegestelle liegt außerhalb der Stadt, hier wird man erstmal von TukTuk-Fahrern abgezockt, die angeblich von der Regierung gezahlt werden und angewiesen sind, nicht direkt zu den Hostels zu fahren. Alle halten an der selben Stelle. Wir stampfen also suchend durch den Regen und wollen nur noch ins Warme.
Die Slowboat Fahrt war also durchaus interessant, die Landschaft faszinierend, doch die Fahrt schlaucht auch unglaublich. Nochmal hätte ich keine Lust darauf, was wohl aber auch dem Wetter geschuldet ist. Und die Erfahrung sollte man wohl auch mal gemacht haben.

Ausblick – Weihnachten und Laos

Das nächste Mal dann mehr zu Laos und dem Weihnachtsfest im Ausland.
Bin nun übrigens schon 3 Wochen unterwegs – ganz ohne Magenprobleme und sonstige Blessuren. Wuhu! 😀

Jil Sayffaerth

Jil Sayffaerth, Jahrgang '91, lebt und studiert im wunderschönen Bamberg. Dort schreibt sie unter anderem für die Studierendenzeitschrift Ottfried und ist für den Online Bereich verantwortlich. Dabei, sowie beim Reisen, begeistert sie sich vor allem für interessante Begegnungen mit Menschen. Ansonsten hat sie Spaß an gutem Essen, Serien und kreativen Tätigkeiten, die eher Chaos statt Kunst hervorbringen. Rom und Kambodscha sind bislang ihre liebsten Reiseziele.

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1 Response

  1. Tom sagt:

    Cooler Artikel Jil, die Bilder sind auch echt klasse. Wie hast du es nur geschafft bei dem miesen Wetter nicht den Kopf hängen zu lassen? Den Deuter-Rucksack muss ich mir gleich mal näher ansehen. Bin schon gespannt auf deinen Laos-Artikel.

    Alles Gute,
    Tom vom http://www.reiseblogmagazin.de

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