International Ocean Film Tour – Und nu?

Die ICFT startet dieses Jahr in die dritte Runde und ich habe zum ersten Mal einen Blick darauf riskiert. Mal schauen ob es sich lohnt oder man doch eher darauf verzichten kann.


Wasser bedeckt über 70 % unsere Erde und stellt somit ein riesigen Teil, der Gesamtfläche dieser, dar. Dieses Element kann sowohl eine beruhigende als auch aufwühlende Seite in sich verbergen und in seiner Unberechenbarkeit eine Herausforderung an den Menschen darstellen. Im Film werden diese Komponenten sehr schön vereint und auch die Auswirkungen des Menschen durch das Eindringen in diese Sphären stellen einen wichtigen Teil der Tour dar. Somit liegt es nur nahe, dass auch Wassersport ein wesentlicher Bestandteil vieler Menschen ist und auch da an Grenzen stößt. Diese Grenzen werden uns bei der Tour aufgezeigt, in dem Siegen und Scheitern nur einen Wimpernschlag von einander entfernt liegen.

Worum ging es überhaupt?

Doch beginnen wir ganz von vorne. Die Tour ist wie bei der European Outdoor Film Tour in kleinere und größere Filmsequenzen geteilt. Die erste Hälfte des Filme Abends bestand aus einer Heranführung, durch Leila Hurst, an die Thematik Wasser.  Diese präsentierte ihre Surfeinlagen in Mexiko. Wäre ansich eine gute Idee, wenn diese kleine Filmsequenz nur annähernd interessant gestaltet wäre. Man hat Leila Hurst nur einen Trick machen sehen und es war weder spektakulär noch großartig gefilmt, das einzig positive an der Szene war die musikalische Gestaltung, die zumindest das Gefühl von Surfen, Stränden, Sonne und Meer vermittelte. Genauso ging es dann auch weiter mit „The Edge“. Auch da war die Idee dahinter besser als die Umsetzung. Joe Romeiro versuchte in seinem „poetischen Kurzfilm“ zu Zeigen, dass Haie einen menschenfeindlichen Ruf haben und dieses, für diese impulsanten Geschöpfe, nicht zutreffend ist. Aus diesem Grund machte es sich  Romeiro zur Aufgabe, die Tiere bei Nacht zu filmen. Doch es waren ca 3-4 Aufnahmen, die wenig Aussagekraft hatten und mittlerweile auch schon wieder bei mir in Vergessenheit geraten sind. Das fehlgeschlagene Konzept wurde dann in der zweiten Hälfte, durch die Meeresbiologien Ramsey, aufgewertet . Diese Freitaucherin konnte durch ihre Beziehung zu den Tieren ein besseres Bild vermitteln als Romeiro. Zusätzlich zeigte sie ihre faszinierende Fähigkeit und ihr Training um lange ohne Atemgerät unter Wasser mit den Tieren zu arbeiten. Dies war eine gelungerene Komposition als die Nachtaufnahme der Tiere. Naja das waren nun eher die missglückten Filmchen. Es gab aber auch gelungene Dokumentationen.

Windsurfen an der tasmanischen Küste und die Monsterwelle reiten. Beeindruckend wie der 23 jährige Alastair McLeod seine Fähigkeiten und sein Durchhaltevermögen beweist um dieses Ungetüm aus Wasser zu bewältigen. Gerade durch meine eigene Erfahrungen beim Windsurfen, kann ich hierbei nur mit einem offenen Mund dieses spektakel betrachten.

Um die Tour auch noch etwas abzurunden und auch die Umweltkomponente einzubauen wurde der Film „Sonic Sea“ eingespielt. Ein wirklich gelungener Film über die angebliche Stille und Ruhe des Meeres und in wie weit der Mensch in das Ökosystem eingreift und welche Schäden dieser hinterlässt. Diese Dokumentation ist wirklich gelungen, leider konnte ich nicht in Erfahrungen bringen, wo diese noch zu sehen ist. Da nicht jeder gerne fast 16 € für einen Filmabend zahlen möchte. Ich hoffe, dass dieser Film nicht nur zu kommerziellen Zwecken genutzt wird und auch das breite Publikum Zugang findet. Nicht nur aufgrund der wunderschönen Aufnahmen, sondern auch der Bewusstseinsschärfung für ein eher unbekannteres Problem für die Zerstörung der Meere und ihrer Bewohner. Dieses Debakel kann durch beherztes Eingreifen noch gestopt werden, doch zunächst muss diese Problematik der Lärmverschmutzung erst in den Köpfen der Menschen ankommen.

Was für mich das bewegenste und emotional so wie sportlich beeindruckenste des Abends war, ist die Leistung von Diana Nyad. Einfach nur ein riesen WAUW! Eine so interessante Persönlichkeit mit so viel Charm und Kraft. Einfach nur erschlagend. Mit 64 Jahren schwomm, die einstiege Langstreckenschwimmerin, die 165 Kilometer von Kuba nach Florida in 53 Stunden. Der ganze Weg dorthin, ihr persönlicher Werdegang so wie das Scheitern und Siegen sind in solch kraftvoller und inspirierenden Weise in diesen Film gepackt, dass man nur noch seinen Hut vor dieser Leistung ziehen kann. Dieser Abschnitt war mein persönliches High-light des Abends.

Den Trailer findet ihr hier.

Mein Fazit:

Es war irgendwie ein schöner und spannender Abend, mit vielen guten Berichten und Filmen, jedoch bin ich mir nicht ganz sicher ob sich diese 16€ gelohnt haben. Das die filmische Gestaltung gut ist, darüber brauch man nicht zu diskutieren, jedoch hätte man auch einige Filmchen weglassen können. Gut das Nyad  und Sonic Sea mir den Abend gerettet haben. Darin habe ich wirklich einen Mehrwert gesehen und auf den Rest hätte ich fast verzichten können. Geht auf jedenfall besser aber, dass bleibt natürlich aber eure Entscheidung. Berichtet wie ihr es so fandet. Ich bin gespannt :)

Annastasia Loos

"Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken." (A. Einstein) Ein wundervolles Zitat, wie ich finde und nach diesem Motto möchte ich mein Leben führen. Genießen, Erleben und Entdecken! Ich will wissen und hören wie Schmetterlinge lachen und wonach Wolken schmecken und irgendwann möchte ich zurückblicken auf ein erfülltest, ereignissreiches und abenteuerliches Leben.

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