Ficken, Saufen, Kiffen – Amsterdam ?!?

Amsterdam verschrien als die Stadt der Triebe, Gelüste und Exzesse. Doch was gibt es ausserhalb des touristischen Massenkonsums von Betäubung und Befriedigung noch zu entdecken? Das kann doch nicht alles sein?

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Amsterdam ist keine Stadt, die bekannt ist für ein absolutes Highlight es besteht aus so vielen kleineren und größeren Highlights, dass diese nicht einmal alle entdeckt werden können. Doch das wesentliche ist komprimiert auf den Kern der Stadt. Wenn man ankommt und durch die Straßen  läuft, hat man das Gefühl stetig in einem Museum zu sein. Es gibt immer etwas zu sehen und zu entdecken. Kleinere und größere Gassen reihen sich aneinander und werden von den Grachten wundervoll umrandet. Die Häuser sind klein und eng und wirken erst durch die riesigen Fenster wundervoll einladend. Im Kern der Stadt gibt es selten Häuser mit Garten oder Balkon, da es zu Zeiten des Baues nicht üblich war und sich die Adligen der noblen Blässe verschrieben hatten. Und so führt es dazu, dass das Leben nun auf den Straßen statt findet. Die Einwohner tümmeln sich vor ihren Häusern. Packen Tische und Bänke auf die Gewege, nutzen den Vondelpark oder lassen die Türen und Fenster weit geöffnet und laden das Leben und Treiben der Straße in ihr Haus ein. Die Offenheit der Niederländer lässt sich schon allein dadurch erfühlen; diese Verlagerung des Lebens nach Draußen ohne Begrenzung eines Zaunes oder Hecke hat etwas wunderbar einladendes. Begegnen sich Bekannte, setzten diese sich wie Selbstverständlich dazu und halten ein Pläuschchen. Alles ist gezeichnet von Offenheit, Höfflichkeit und Freundlichkeit. Ein Danke, Bitte und Sorry kann man als Grundton der Stadt durch die Gassen fliegen hören. Es fühlt sich einfach nur gut und richtig an in so einer liebenswerten und sympatischen Stadt zu sein, mit der Gewissheit ständig Menschen kennenlernen zu können.

TIPP: Wenn ihr mit dem Auto in die Stadt wollt, dann lasst es lieber und parkt das Auto bei einem Park+Ride. Die Autos stehen sehr günstig und man bekommt auch noch ein Ticket für die Bahn. Es lohnt sich definitiv mehr als sich durch die Gassen und den Verkehr zu quälen.

Archi – Was?

IMG_7949Da wir selbst in einer typischen Wohnung lebten, stellte sich am Anfang auch die Frage, wie die Leute es geschafft haben ihre Möbel durch das wirklich enge und steile Treppenhaus zu bucksieren. Die Lösung fand ich draußen am Giebel der Häuser. Die meisten Häuser haben einen Flaschenzug und durch die großen Fenster ist es möglich auch angenehm umzuziehen. Wobei dies eher seltener und schwerer ist in Amsterdam. Die Wohnung sind lange bewohnt, teilweise befindet man sich 12 Jahre lang auf einer Warteliste um überhaupt etwas  im Zentrum der Stadt zu bekommen. Die Architektur der Häuser ist sehr spannend. Die unterschiedlichen Epochen lassen sich an den Fassaden und Giebeln ablesen, durch Symbole an der Fassade wurde die Tätigkeit der Besitzer  oder Einwohner an den Häusern dargestellt um Orientierung zu schaffen. Teilweise war es auch mondän die Häuser etwas schief zu bauen, bis ein Gesetz dies einschränkte. In der Straße der tanzenden Häuser lässt sich dies besonders gut erkennen. Die Baubestimmungen waren sehr strickt. 6 Meter breite war das Maximum für ein Haus und wer es sich leisten konnte kaufte sich gleich zwei Grundstücke um zu erweitern. Die Höhe war ebenfalls begrenzt auf 4 bis 5 Stockwerke und auch die riesigen Fenster hatten eher praktische als äasthetische Gründe. Dadurch konnte ebenfalls das Gewicht des Hauses etwas verringert werden. Die Häuser sind auf Pfeilern aufgetürmt und der Boden bestehend aus Torf, Sand und Hummus ist nicht ganz so stabil und führte auch dazu, das Teile der Häuser hin und wieder einsackten. Mit der Verringerung des Gewichtes versuchte man dies etwas zu minimieren. Ebenfalls ist die heutige Pracht der Gebäude des mangelnden Geldes zu verdanken und so wurde für den Bau primär Sandstein und wer es sich leisten konnte Backstein verwendet. Darüber können sich heute noch unzählige Touristen erfreuen und die Fassaden der Häuser bewundern. Auch die Hausboote sind damals aus Platz und Geldmangel entstanden und gehören heute mit zu den teuersten Wohnungen in Amsterdam. Das Engegemente der Einwohner führte zum Erhalt des Kulturerbes durch Renovierungen und Sanierungen der alten Gebäude wird das Erbe gewahrt.

Happa Happa

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Sobald du durch die Straßen läufst kannst du dir an jeder Ecke etwas holen. So viele Cafes, Restaurants und Imbissbuden laden zum Verweilen und Genießen ein. Ob die typischen Pommes, Indisch oder typisch Holländisch alles was das Herz begehrt. Ich kann definitiv das Kathmandu Kitchen empfehlen und für etwas typisch Holländisches ist das Moeders bekannt. Da muss man nur definitiv vorher reservieren, da diese so einen starken zu lauf haben – aber das lohnt sich wirklich!

Do it!

IMG_7945In Amsterdam kann man vielen Wünschen gerecht werden. Ob kulturell mit der riesen Anzahl an Mussen oder eher sportlich Aktiv, für jeden ist etwas dabei. Für das Van Gogh Museeum kann ich nur den Tipp geben erst einmal daran vorbei zu laufen und weiter hinten bei einem kleinen eher unscheinbar wirkenden Häuschen Tickets zu kaufen. Man sollte jedoch vorher wissen, dass diese nur mit Karte gezahlt werden können aber dennoch kommt man so viel schneller an der Schlange vorbei und kann rechts an den Wartenden vorbei ziehen. Im Sommer ist es auch möglich im Vondelpark jeden Freitagabend mit den Anderen Inliner zu fahren. Nightskating ist eine wundervolle Art den Abend sportlich ausklingen zu lassen. Und wenn man die Möglichkeit hat, sollte man auch definitiv eine Grachtenfahrt buchen um mit dem Schiff die Stadt zu erkunden. Gegenüber vom Hauptbahnhof findet man unzählige Anbieter. Das kann hin und wieder sehr abenteuerlich werden, da die engen Passagen auch zu kleineren Unfällen führen, jedoch sind diese eher ungefährlich. Zusätzlich kann man sehr gut über den Blumenmarkt oder die Flohmärkte flanieren. In dem Bereich Waterlooplein gibt es eine schönen eher kommerzielleren Flohmarkt, dessen Tradition bis hin zu den jüdischen Märkten zurückreicht. Wenn man jedoch etwas besonderes Erleben möchte fährt man zu den IJ-Hallen. Auf der Rückseite vom Hauptbahnhof fahren kostenlose Fairen rüber zu der Insel und bringen die Besucherströme am Wochenende zu Eropas größtem Flohmarkt. Wenn man sich nach dem Bummeln etwas erholen will kann man sich an der Strandbar eine Ausszeit gönnen.

Think about it!

Die Kehrseite der Stadt ist und bleibt das Rotlichmilieu. Dort findet Mann alles was das Herz begehrt, doch unter welchen Konditionen. 25,-€ das ist ein Betrag der kaum Vorstellbar ist. Für 25€ kann man sich schon ein Mädchen leisten. Viele von Ihnen wurden von Menschhändlern mit gefälschten Pässen nach Amsterdam gelockt und nun arbeiten sie dort ihre Schulden ab. Das Problem ist bereits seit Jahren bekannt aber tatsächlich bedient sich auch die Polizei an diesem günstigen Vergnügen. Natürlich in Zivil und nicht im eignen Arbeitsbereich und selbst wenn es wirklich einmal auffällt oder sich diese Frauen an die Polizei wenden wird Ihnen kaum bis gar nicht geholfen. Sie dürfen dann wieder zurück in ihr Land und zu ihren Familien, doch häufig werden sie dann schon von den Menschhändlern erwartet und müssen mit sehr drastischen Konsequenzen leben, die sogar bis hin zum Tod führen. Ganz zu schweigen von den psychischen Narben die bleiben oder gar den Restriktionen von Seiten der Familie, die nicht glauben können, dass ihre Töchter nicht wirklich Huren waren sondern Vergewaltigt wurden. Die Aufklärungskampagnen in diesen Ländern sind sehr gering und für viele dieser Länder wurden zusätzlich von den Vereinten Nationen und der UN die Gelder gestopt. Dafür können die Männer in Europa nur 25€ für einen Fick zahlen; aber alles hat seinen Preis und den dürfen die Frauen in ihrer Sklaverei endgültig ausbaden.

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Annastasia Loos

"Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken." (A. Einstein) Ein wundervolles Zitat, wie ich finde und nach diesem Motto möchte ich mein Leben führen. Genießen, Erleben und Entdecken! Ich will wissen und hören wie Schmetterlinge lachen und wonach Wolken schmecken und irgendwann möchte ich zurückblicken auf ein erfülltest, ereignissreiches und abenteuerliches Leben.

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