Island Zelten & Trampen Teil 5. – Tod durch Mücken!

Island Zelten & Trampen Part five. Nun geht es weiter in den Nordosten. Der Tod durch Mücken? Sehr Wahrscheinlich! Erfahrt mehr zu den Tipps und Tricks in islands Norden und dem meuchelmord der Mücken.


Island

Aus Höfen wieder zu verschwinden war nicht die leichteste Angelegenheit, da diese Stadt eher eine „Endstation“ der Insel ist. Nach Höfen kommt nur noch das Meer also mussten wir erst wieder zurück und zurück hieß 4 km Laufen zu der nächsten Kreuzung. Dann geht es weiter um die Insel kurz nach Höfen, vor dem Tunnel befindet sich eine Abzweigung die zu einem alten Wikingerdorf führt. Dort wäre das kleine Café sehr empfehlenswert.
Zurück auf der Straße begann hier die schwierigste Etappe. Der Osten war nun die ruhigste Strecke. Kaum Touristen zu sehen und wenig Autos die vorbei kamen und leider fuhren auch viele von diesen sehr gezielt an einem vorbei. So wurde der Osten eine Zeit des Wartens. Dennoch gab es auch hier wunderschöne Dinge zu sehen. Die Landschaft auf Island ist faszinierend vielseitig. Die Straße schlängelte sich nun, an steilen Abhängen, serpentinenartig entlang. Obwohl die Straßen nicht gut befestigt sind ist es auch wenig Problematisch diese zu befahren. Wunderschöne Küsten und Strände waren auch hier anzutreffen und vielerlei Fischereien. Dupivogur ist beispielsweise eine Möglichkeit für einen wunderschönen Küstenblick. Je weiter man fährt desto pistenartiger werden die Straßen.

Breiddalsvik könnte ebenfalls eine Möglichkeit für ein kleines Päuschen sein. Ebenfalls ein Ort um Seals zu beobachten und anzutreffen. Die Stadt ist ebenfalls eine der jüngeren Städte seit 1960 und dementsprechend noch sehr klein. Von da ab gibt es zwei Varianten um nach Egilstadir zu kommen. Einmal eine längere Route weiter an der Küste entlang und eine die Steil durch die Berge führt. Unsere Route wurde dann durch Zufall die durch die Berge. Langsames fahren war dann angesagt. Hier war es noch möglich die unzähligen Wasserfälle zu begutachten und das satte Grün noch zu genießen, denn auch dies sollte sich bald ändern. Nach einer durchgeschüttelten Fahrt kommen wir irgendwann in der größten Stadt im Osten der Insel an mit ca. 2332 Einwohnern. Dort gibt es viele Arbeiter die aus der Hauptstadt kommen um sich dort ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Zusätzlich ist dies ein wesentlicher Punkt für die Versorgung der umliegenden Gebiete als idealer Versorgungsort mit zahlreichen Supermärkten. Viele diese Städte sind noch sehr jung und klein und teilweise primär auf ihre Funktionalität ausgerichtet dementsprechend findet man nicht wie in bestimmten Bereichen Europas altehrwürdige Stadtbilder doch der Scharm dieser kleinen Städte lässt sich kaum in Worte packen und gerade diese Ruhe und Gelassenheit haben eine interessante Wirkungen in diesem Bereich der Insel.

Nach Egilstadir durchbricht man eine unsichtbare Grenze. Das Straßenbild verändert sich erneut und nun wird man von Lavalandschaften begleitet. Die Vegetation nimmt immer weiter ab und der Wind kann nun ungehindert auf den Körper wirken. Im Auto bekommt man dies auch sehr stark zu spüren in dem man von einer auf die andere Seite gepeitscht wird und zurück. Hin und wieder muss etwas runtergedrosselt werden um in den Sandstürmen noch etwas zu sehen und hin und wieder kann man zwischendurch eine paar Grünflächen und Wasserfälle entdecken. Doch das überwältigendste war für mich eine wilde Rentierherde auf freier Wildbahn. Eine riesen Herde aus sicherlich 100 Tieren bestehend.
Auf der weitern Fahrt kommen wir auch an den Hochplateaus vorbei die stark an Bilder vom Mond erinnern und dies selbsterklärend ist weshalb dieser Ort als NASA Übungsplatz diente. Weiterhin bleibt das Wetter der Insel treu und damit auch unberechenbar es alterniert zwischen Sonne, Regen, Nebel, Warm, Kalt etc.

Island NASA

Unterkunft Zeltplatz:

Zeltplatz Bjarg

Zeltplatz Bjarg

Der Zeltplatz Bjarg liegt am See und bietet wirklich eine wunderschöne Aussicht, jedoch war unsere Nacht sehr windig und kalt. Bei dem Preis von 1600kr oder 10€ (hier darf man Wählen wie man zahlen möchte) ist die Dusche schon mit inbegriffen. Das waren auch die erste Unisex Toiletten- und Badbereich. Man hat jedoch seine separate Kabine führte aber am Anfang zu amüsanten Verwirrungen. Aber auch die riecht wieder schön nach verfaulten Eiern. Leider muss man hier 100kr für das Laden von Elektronik zahlen. Das Waschen kostet 800kr und Trocknen 1000kr. Es besteht aber auch die Möglichkeit an der Luft zu trocknen, auf der Wiese befindet sich eine Art Trockenbereich, der Überdacht und umzäunt ist wodurch die Kleidung auch nicht wegfliegen kann. Aber was definitiv zu bemängeln ist, ist die „Küche“ oder der „Aufenthaltsraum“. Das ist einfach nur ein größeres Zelt, die man von der Freiwilligen Feuerwehr und ihren Ständen kennt und darin wird gekocht. Es gibt zwar Plätze zum Kochen und es ist ein wenig ausgestattet nur leider gibt es auch kein Licht mehr sobald die Sonne untergeht, so dass man mit den Taschenlampen in der Kälte sitzt. Die Toilettenräume sind dafür warm und mit Licht ausgestattet. Im Sommer muss es jedoch ziemlich anstrengend sein mit der Mückenplage die dort herrscht und so ist der zweite Zeltplatz eine Alternative. Dieser liegt etwas weiter entfernt vom Wasser und heißt Hlid. Dort kostet die Nacht 1500kr und die Dusche ist wieder mit inbegriffen. Dafür ist das Aufenthaltszelt etwas schöner, wenn man möchte kann man sich hier aber auch eine kleine Blockhütte mieten.

Zeltplatz Hlid

Zeltplatz Hlid

Stadt:

Myvatn hat einige heiße Seen in der Umgebung und man kann viele Schwefelausdünstungen sehen und dementsprechend riecht es hier in der Gegend nach verfaulten Eiern. Vorsichtig sollte man auch vor den heißen Seen sein, da diese teilweise so heiß sind und zu Verbrennungen führen können. Jedoch sind meistens an den Ufern Schilder aufgestellt. Die „Matschlöcher“ sind dort eine große Attraktion und die Gegen bietet viele Möglichkeiten zum Wandern.
Der See ist der viertgrößte Islands und bietet vielen verschiedenen Vogelarten ein geruhsames Plätzchen. Es gibt einige, die nur zum Beobachten der Vögel herkommen.

Myvant bedeutet übersetzt auch Mückensee/wasser, was natürlich prägnant ist. Die Mücken führen zum einem beachtlichen Fischreichtum und Entenpopulation. Die Zuckmücken und Kriebelmücken stechen zwar nicht sind aber trotzdem sehr cher nervig. Sie sind stetig auf der Suche nach Kohlendioxid. Also sind Nasen und Ohren beliebte Stellen, dass führte sogar schon dazu, dass Pferde daran starben weil diese kleine Viecher zu Verstopfungen der Atemwege führte. Also etwas gegen Mücken erleichtert die Zeit in der Gegend vorallem in islands Sommer soll es qualvoll zugehen.

Sehenswertes vielleicht auch einen speziellen Tipp:

Ein Stopp im Nationalpark Jökulsargljufur. Dort ist es möglich lange Wanderungen durch die Schlucht zu machen und dabei das beunruhigende Treiben des Dettifoss schon aus der Ferne zu hören. Auf Island kann man wirklich gut wandern gehen.
In Myvant sollte man jedoch, wenn man kann hier das Pendant zur Blauen Lagune besuchen die Grüne Lagune. Weniger Touristisch und sehr angenehm. Häufig bekommt man von den Zeltplätzen einen gewissen Rabatt für verschiedene Aktivitäten und auch für das Aufsuchen des Bades.
Das Naturbad kostet normal 3200kr für Gäste des Campingplatzes 2900kr und für Studierende gibt es noch einen Rabatt und dann zahlt man nur noch 2200kr. Jedoch muss man den Studierendenausweis vorzeigen. Natürlich ist es auch in der Gegend wieder möglich viele verschiedene Exkursionen zu machen und der Infoschalter des Campingplatzes hat unzählige Broschüren und berät auch die Leute gerne bei ihrer Suche nach dem Richtigen Ausflug.

Auf dem Zeltplatz Bjarg verkaufen sie auch selbstgestrickte Sachen, die dadurch einzigartig sowie auch hübsch sind und vergleichstechnisch auch Preiswert. Gegenüber vom Zeltplatz befindet sich auch ein kleiner Laden, der sich auf Selbstgestricktes spezialisiert hat und noch mehr Auswahl bietet.

Wir sind gespannt was es noch so in Island zu erleben gibt :)

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Annastasia Loos

"Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken." (A. Einstein) Ein wundervolles Zitat, wie ich finde und nach diesem Motto möchte ich mein Leben führen. Genießen, Erleben und Entdecken! Ich will wissen und hören wie Schmetterlinge lachen und wonach Wolken schmecken und irgendwann möchte ich zurückblicken auf ein erfülltest, ereignissreiches und abenteuerliches Leben.

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