Ägypten – rotes, einsames Land

Wir kennen es alle. doch warst du jemals dort?

Ägypten gilt seit je her als faszinierendes Land der Pharaonen und Eunuchen. Was ist geblieben? Was ist neu? Welche Attraktionen gibt es zu bestaunen? Welche Ecken sind unbekannt?

Da Ägypten mein meistbereistes Land darstellt, komme ich nicht umhin nun meine Erfahrungen mit euch zu teilen und um euch Lust zu machen, fernab der normalen Touripfade zu gehen.

Beste Reisezeit: März bis Mai und September bis November.

Bevor ihr einen Flug bucht denkt daran, Handgepäck ist nicht nur leichter, du ersparst dir auch viel Ärger und seien wir mal ehrlich! Flipflops (Schipschip genannt), Kleid und ein großes Tuch finden auch dort Platz!

Unsere Reise beginnt wie immer mit der Flugsuche. Hierbei gibt es vielmehr zwei Möglichkeiten. Erstens: früh genug buchen, um einen Direktflug zu ergattern, der zu normalen Uhrzeiten in Scharm El-Scheich landet oder zweitens: zu spät dran sein und um zwei Uhr morgens in Istanbul umsteigen. Flüge findet ihr unter https://flug.idealo.de/flugroute/ oder https://www.skyscanner.de/

Seid ihr in Scharm gelandet empfehle ich euch direkt nach Dahab zu fahren. Dort müsst ihr unbedingt im „Gina Motel“ schlafen

https://www.facebook.com/pages/category/Local-Service/Gina-Motel-Dahab-536276326743104/

Hier ist es ruhig, stadtnah und man kann alles zu Fuß erreichen.

In Dahab empfehle ich euch einen Blick ins EveryDay zu werfen, denn so viele Dinge an einem Ort habt ihr noch nie gesehen! Das letzte Mal als ich da war spielte eine Liveband, während ein Snowboard über mir baumelte. Zur Erfrischung müsst ihr unbedingt ein „Asirlamun“ bestellen! Herrlich kühle, selbstgemachte Zitronenlimo.

Tagsüber lohnt sich dann ein Ausflug ins „Blue Hole“, das wohl schönste Schnorchelbecken was unsere liebe Mutter Erde so erschaffen hat. Doch seid gewarnt, der Eintritt kostet satte 25€ und die Anreise ist laut Gesetz nur mit einem Taxi möglich.

Weiter geht die Reise dann nach Nuweiba, wo ihr am besten ins Habibacamp geht. Im Zentrum gibt es ein Fischrestaurant neben einer riesigen Teekanne, es ist das aller beste der ganzen Stadt! Wenn ihr mit dieser Beschreibung jemanden danach fragt weiß jeder wo ihr es findet.

Von dort aus geht die Reise nun weiter nach St. Catherine einen magischen Ort im Nirgendwo der Wüste. Hier solltet ihr unbedingt den harten und langen Aufstieg auf den Moses Berg wagen. Um 12 Uhr nachts geht es auf 2285 Meter hoch. Hierbei ist zu beachten, dass die Temperaturunterschiede enorm sind! Ich hatte einen Schlafsack dabei, bin bei fast 30 Grad aus Nuweiba weg und habe auf dem Gipfel neben einem Schneehaufen unendlich gefroren!

In St. Catherine findet ihr die schönsten Perlenstickereien! Alle sind mühevoll handgefertigt von den Beduinenfrauen und bestimmt findet ihr etwas Passendes für euch oder eure Freunde. Denn viele Frauen sind – da sie nicht außer Haus arbeiten können – auf den Verkauf ihrer Arbeit angewiesen.

Da ihr schon mal mitten in der Wüste seid lohnt es sich von hier aus direkt eine Wüstentour zu buchen. Es gibt wunderschöne Felsformative zu entdecken, Oasen zu besuchen oder einfach mal mit dem Kamel in die Unendlichkeit der Wüste einzutauchen. Eine Übernachtung ist Pflicht, denn ich verspreche euch, einen Sternenhimmel der mehr weiße als schwarze Flecken hat, habe ich an keinem anderen Ort der Erde gesehen!!

Nach der Wüste geht es nun weiter nach „Ras Shitan“ dem absoluten Geheimtipp am Roten Meer Sinais. Dort gibt es so viel zu entdecken, dass ich einen eigenen Beitrag dazu schreiben werde.

Anita Schmidt

Abenteurerin, Weltentdeckerin, Wissbegierige, Lebenskünstlerin, Mutige, Adrenalinjunkie, Aufgerütelte....all dies reicht wohl noch lange nicht aus meinen ewigen Drang nach dem Reisen auszudrücken. Immer wieder ruft mich die Ferne. Immer wieder finde ich mich an einer Haltestelle, der Autobahnauffahrt oder in einem Flugzeug wieder. Mit leichtem Gepäck, nur das nötigste was man zum Leben braucht und einem wachen Blick. Das Leben und alles was dazu gehört in sich aufsaugend. Doch auch der Größte Abenteurer braucht seine kreativen Pausen. Normalität tanken, Gesehenes verarbeiten. Dem Geist die Ruhe zurück geben, die in einem chaotischen Reiseland auch gerne mal verloren gehen kann. In solchen Pausen lese ich gerne Hesse. Ein Mann wie keiner vor und nach ihm. Mache Yoga um die Knoten und den ewigen Muskelkater zu entspannen. Und gönne mir alle heimischen Speisen und Gerichte an die man auf mancher Reise mit wässrigem Mund dachte.

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