Trampen bis zum westlichsten Punkt Europas – 2.357 km per Anhalter

Trampen bis zum westlichsten Punkt Europas – 2.357 km per Anhalter

Karte:

https://t1p.de/hauo

Endlich frei, wenig Geld in der Tasche und unglaubliches Fernweh. So ging meine Reise aus Deutschland bis an den westlichsten Zipfel Europas los. Und das alles per Anhalter. Ganze 3 ½ Wochen war ich unterwegs. Was ich alles erlebt habe, welchen Menschen ich begegnet bin, was man alles so mitnimmt auf so ein verrücktes Abenteuer und auf welche Dinge man achten sollte will ich euch hier mitteilen.

Zunächst steht packen an. Vor Antritt einer solchen Reise tun sich eigentlich die meisten Fragen auf, womit ich euch mit meiner Packliste eine kleine Vorstellung geben möchte was bei mir alles im Rucksack Platz gefunden hat von den 3000 Sachen, die ich zuerst dort drin hatte.

Nachdem diese erste Hürde gemeistert ist, gibt es jedoch noch einiges worauf man grundsätzlich beim Trampen achten sollte und auf was man so gar nicht achten sollte. Deswegen möchte ich euch hier noch einige Tipps zum trampen mit auf den Weg geben.

Jetzt kann’s aber endlich los gehen! Vergesst bei dem ganzen Geplane aber nicht eins: Das Trampen und eure Erfahrungen leben von euren spontanen Entscheidungen und dem Willen der inneren Intuition zu folgen! Lasst euch treiben, denn nur so entdeckt ihr einmalige Orte.

Als ich damals in Freiburg meinen Daumen rausgehalten habe hätte ich mir nicht im Traum so eine Reise ausgemalt. Die Orte die ich entdeckt habe und in welchen Situationen ich mich wieder gefunden habe, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Meine Route führte mich zunächst an die Ardèche. Ein wunderschöner Fluss in Frankreich zwischen Valence und Avignon. Der erste Tag, meiner Tramp-Reise, fand in der Nähe von Montèlimar sein Ende. Hinter einem Rasthof fand ich ein stilles Plätzchen zum zelten, gut versteckt in einem Busch. Am nächsten Tag trampte ich weiter auf den wunderschönen Landstraßen Frankreichs. Da werden die Mitfahrgelegenheiten schon mal rustikaler und vor allem langsamer, wie beispielsweise auf einem Traktor. Schließlich landete ich auf dem Campingplatz Mazet Plage in der Nähe von Casteljau. Dort erwartete mich ein einzigartiger Anblick unserer schönen Natur.

Dort gibt es Angebote zum Kanu fahren, klettern usw. und die Region mit diesem wunderschönen Fluss haben mich wirklich verzaubert!

http://www.camping-mazet-plage.com/de/index.php

Von dort aus gings weiter nach Maro, Spanien. Hier gibt es links neben dem Städtchen (Richtung Ozean blickend) einen kleinen, versteckten Strand an dem man gut zelten kann.

Wer lieber auf einem Campingplatz schläft, dem kann ich Nerja Camping empfehlen. Die Besitzerin ist unglaublich nett und spricht sehr gut englisch. Der Campingplatz liegt zwar etwas oberhalb des Strandes, doch die Aussicht vom Pool aus macht das auf alle Fälle wett.

https://www.tripadvisor.de/Hotel_Review-g315917-d10897620-Reviews-Camping_Nerja-Nerja_Costa_del_Sol_Province_of_Malaga_Andalucia.html

Von dort aus ging es dann weiter Richtung Portugal.

In der Nähe von Huelva fand ich mich dann plötzlich in einer alten Westernstadt wieder. Voll von Saloons, Straßen aus Sand und Pferdewägen.

https://de.wikipedia.org/wiki/El_Roc%C3%ADo

Nach diesem kleinen Abstecher in die Vergangenheit, kam ich dann endlich in Portugal an.

In Albufeira findet man, neben der Stadt, einen wunderschönen Sandstrand mit hie und da ein paar Felsen und Buchten. Super zum wildcampen. Portugal an sich ist super günstig und vor allem viel weniger verbaut wie beispielsweise Spanien.

Westlichster Punkt Europas. Sagres, Portugal. Ich bin am Ende meiner Reise angekommen. Dieses kleine Surfer-Städtchen hat es mir richtig angetan. Steilküsten mit atemberaubenden Buchten und wunderschönen Sandstränden. Wildcampen war auch hier kein Problem, wenn man sein Zelt etwas versteckt. Es gibt aber auch viele kleine Pensionen in denen man übernachten kann.

Mich hat Sagres verzaubert und angereizt mehr von Portugal zu entdecken. Die Menschen die ich getroffen habe waren alle sehr hilfsbereit und nett, es gibt noch viele Orte an der Küste an denen man keine Massenhotels vorfindet und wer gerne an einer Strandbar seinen Cocktail schlürft und in Ruhe den Surfern zuschaut kommt in Sagres definitiv auf seine Kosten.

Anita Schmidt

Abenteurerin, Weltentdeckerin, Wissbegierige, Lebenskünstlerin, Mutige, Adrenalinjunkie, Aufgerütelte....all dies reicht wohl noch lange nicht aus meinen ewigen Drang nach dem Reisen auszudrücken. Immer wieder ruft mich die Ferne. Immer wieder finde ich mich an einer Haltestelle, der Autobahnauffahrt oder in einem Flugzeug wieder. Mit leichtem Gepäck, nur das nötigste was man zum Leben braucht und einem wachen Blick. Das Leben und alles was dazu gehört in sich aufsaugend. Doch auch der Größte Abenteurer braucht seine kreativen Pausen. Normalität tanken, Gesehenes verarbeiten. Dem Geist die Ruhe zurück geben, die in einem chaotischen Reiseland auch gerne mal verloren gehen kann. In solchen Pausen lese ich gerne Hesse. Ein Mann wie keiner vor und nach ihm. Mache Yoga um die Knoten und den ewigen Muskelkater zu entspannen. Und gönne mir alle heimischen Speisen und Gerichte an die man auf mancher Reise mit wässrigem Mund dachte.

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